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Interdisziplinäre Kooperation Sportgerontologie


FAQ

Für interessierte Schülerinnen und Schüler:

» Was ist Sportgerontologie?
Sportgerontologie beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse von körperlicher Aktivität und Sport im Alter und der sich daraus ergebenden praktischen Beratung.
Eine schulische Auseinandersetzung mit Sportgerontologie thematisiert Sport und Gerontologie in Theorie und Praxis. (Gerontologie leitet sich aus dem Griechischen „geron“ für Greis und „logos“ für Lehre ab)
» Warum kann Sportgerontologie für mich als Schüler/in interessant sein?
Als Grundlage sollten Sie sich für Sport interessieren und keine Probleme im Umgang mit älteren Menschen haben.
Sportgerontologie ist ein Bereich der zukünftig eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft spielen wird, denn der demographische Wandel, also die Tatsache, dass immer mehr Menschen immer älter werden, bringt gravierende Veränderungen für unsere Gesellschaft mit sich. Im demographischen Wandel stecken aber nicht nur Schwierigkeiten und Probleme für unsere Gesellschaft, sondern auch Möglichkeiten für jeden Einzelnen. Die ständig wachsende Gruppe der Senioren ist nämlich auch als ein ständig wachsender Markt zu betrachten, auf dem in den nächsten Jahren viele Menschen in den verschiedensten Bereichen Arbeit finden werden.
Durch eine schulische Auseinandersetzung mit der Sportgerontologie zeigen Sie, dass Sie sich in diesem immer wichtiger werdenden Themengebiet bereits qualifiziert haben. Sie erhalten somit einen Bildungs- und Ausbildungsvorteil in diesem Bereich, den Sie zudem über ein Zertifikat, das Sie erhalten, nachweisen können. Dabei sind im Bereich des Fachabiturs, des Abiturs und bei den Heilerziehungshelfer/Innen der „Übungsleiter C“ Schein und die Trainerlizenz C Schwimmen Sport für Erwachsene / Ältere“ besonders interessant. (Beide sind im Unterricht integriert und müssen nicht gesondert bezahlt werden, wie es sonst üblich wäre)
» In welchen Bildungsbereichen gibt es Sportgerontologie?
Die Umsetzung der Sportgerontologie wurde für fast alle Bildungsbereiche entwickelt. Hier eine Liste
  • Ausbildungsvorbereitung (A2)
  • Berufsfachschule – Fachbereich Gesundheit / Soziales (B2)
  • Staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in (B3)
  • Staatlich geprüfte/r Heilerziehungshelfer/in (B3)
  • Bildungsgangübergreifender Differenzierungskurs (A und B)
  • Zweijährige Berufsfachschule Fachbereich Gesundheit / Soziales (C2)
  • Staatlich geprüfte/r Gymnastiklehrer/in (C1)
  • Berufliches Gymnasium Gesundheit (D)
  • Bildungsgangübergreifender Differenzierungskurs (C und D)
  • Staatlich geprüfte/r Heilerziehungspfleger/in (E)
» Was für Fächer habe ich dann - und wie lange?
Das ist natürlich vom Bildungsgang abhängig. Hier mal eine kurze Zusammenfassung zu den einzelnen Bildungsgängen:
  • Berufsgrundschuljahr und Berufsorientierungsjahr
    Hier haben Sie eine Stunde Sportgerontologie und eine Stunde Sportpraxis über das gesamte Jahr. (Normalerweise im 14tägigen Wechsel) Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Berufliche Fachschule
    Hier haben Sie eine Stunde Sportgerontologie und eine Stunde Sportpraxis über die zwei Jahre der Schulzeit. (Normalerweise im 14tägigen Wechsel) Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Staatlich geprüfte/r Sozialhelfer/in
    Hier haben Sie eine Stunde Sportgerontologie und eine Stunde Sportpraxis über die zwei Jahre der Schulzeit. (Normalerweise im 14tägigen Wechsel) Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Staatlich geprüfte/r Heilerziehungshelfer/in
    Hier haben Sie eine Stunde Sportgerontologie und eine Stunde Sportpraxis über die zwei Jahre der Schulzeit. (Normalerweise im 14tägigen Wechsel) Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Zweijährige höhere Berufsfachschule, berufliche Kenntnisse und Fachhochschulreife
    Bei der Zweijährigen höheren Berufsfachschule haben Sie eine Stunde Sportwissenschaften, ein bis zwei Stunden (hängt von der Schule ab) Gerontologie und zwei Stunden Übungsleiterausbildung über die zwei Jahre der Schulzeit. Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Staatlich geprüfte/r Gymnastiklehrer/in
    Da die Übungsleiterausbildung hier in der Regel schon integriert ist und Sport in der Theorie in diesem Bildungsbereich stark thematisiert wird, wird hier ein bis zwei Stunden Gerontologie über die drei Jahre der Ausbildung unterrichtet. Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Berufliches Gymnasium Gesundheit
    Hier sind die Fächer und Zeiten wie folgt: Im ersten Jahr eine Stunde Sportwissenschaften und eine Stunde Gerontologie. Im zweiten Jahr eine Stunde Sportwissenschaften und eine Stunde Übungsleiterausbildung. Im letzten Jahr eine Stunde Gerontologie und eine Stunde Übungsleiterausbildung. (Es ist aber auch möglich, dass die Schule die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt anbietet, dann folgt sie dem Prinzip der Zweijährigen höheren Berufsfachschule, berufliche Kenntnisse und Fachhochschulreife (s. o.) Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
  • Staatlich geprüfte/r Heilerziehungspfleger/in
    Hier sind die Fächer und Zeiten wie folgt: Im ersten Jahr eine Stunde Sportwissenschaften und eine Stunde Gerontologie. Im zweiten Jahr eine Stunde Sportwissenschaften und eine Stunde Übungsleiterausbildung. Im letzten Jahr eine Stunde Gerontologie und eine Stunde Übungsleiterausbildung. (Es ist aber auch möglich, dass die Schule die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzt anbietet, dann folgt sie dem Prinzip der Zweijährigen höheren Berufsfachschule, berufliche Kenntnisse und Fachhochschulreife (s. o.) Was in den Fächern gemacht wird steht weiter unten.
» Was wird in den Fächern unterrichtet?
Da hängt natürlich vom Bildungsgang ab. Im Berufsgrundschuljahr, im Berufsorientierungsjahr, in der Berufsfachschule, bei den Sozialhelfer/innen und bei den Heilerziehungshelfer/innen haben Sie die Fächer Sportgerontologie und Sportpraxis.

Inhalte im Fach:

Sportgerontologie:

Es werden Grundlagen der Teilbereiche Sport und Gerontologie thematisiert. Z.B. Was ist Sport, Altern als Prozess oder Motivation im Sport.

Sportpraxis:

In der Sportpraxis, die zusätzlich zum „normalen“ Sportunterricht angeboten wird, geht es darum, über so genannte „kleine Spiele“ (so etwas wie z.B. Völkerball) an das Leiten von Gruppen herangeführt zu werden. In den Bildungsgängen der Zweijährigen höheren Berufsfachschule, dem beruflichen Gymnasium und bei den Heilerziehungspfleger/innen werden die Fächer Gerontologie, Sportwissenschaften und Übungsleiter unterrichtet.

Gerontologie:

Es werden Themen rund um das Altern besprochen. Z. B.: Konzepte des Alterns, Demenz, Wohnen im Alter aber auch Themen wie Isolation und Tod.

Sportwissenschaften:

In den Sportwissenschaften werden theoretische Grundlagen des Sportes wie Anatomie, Trainingswissenschaften und Sportpsychologie behandelt.

Übungsleiter:

Die „Übungsleiterstunden“ dienen dazu zu lernen, wie man eine Sportgruppe leitet. Dazu wird viel mit „kleinen Spielen“ (Völkerball usw.) gearbeitet, die die Teilnehmer leiten. Im Bereich der Gymnastiklehrer/innen wird nur Gerontologie unterrichtet. Themen sind beispielsweise Konzepte des Alterns, Demenz, Wohnen im Alter aber auch Themen wie Isolation und Tod.
» Wie sportlich muss ich dazu sein?
Sie sollten Spaß am Sport haben, das ist wichtig. Da es aber vornehmlich um Sport mit und für ältere Menschen geht, müssen Sie selbst nicht die Sportskanone sein. Nur völlig unsportliche Schülerinnen und Schüler sind hier bestimmt falsch. Eine Grundvoraussetzung für die Bildungsgänge Zweijährige Berufsfachschule, berufliches Gymnasium, Gymnastiklehrer/innen und den Heilerziehungspfleger/innen ist allerdings, dass Sie schwimmen können müssen.
» Welche Qualifikationen erhalte ich als Schüler/in?
In den Bildungsgängen Berufsgrundschuljahr, Berufsorientierungsjahr, in der Berufsfachschule, bei den Sozialhelfer/innen und bei den Heilerziehungshelfer/innen besteht deine Qualifikation in einem Zertifikat über die behandelten Themengebiete (Module) wie z.B. . „Sportgerontologie und Beruf“ oder „Einschränkungen und Sport“ etc.
In den Bildungsgängen Zweijährige höhere Berufsfachschule, berufliches Gymnasium, Gymnastiklehrer/innen und Heilerziehungspfleger/innen werden die Übungsleiterqualifikationen bescheinigt:
  • „Anfängerschulung Schwimmen“,
  • „Rettungsfähigkeit“ (Es ist möglich, dass diese Qualifikation selbstständig erbracht werden muss und nicht von der Schule organisiert wird)
  • „Erste Hilfe – Betrieblicher Ersthelfer“ (Es ist möglich, dass diese Qualifikation selbstständig erbracht werden muss und nicht von der Schule organisiert wird)
  • „Trainer C Schwimmen Sport für Erwachsene /Ältere“
  • „Grundlagen der Aquafitness / Aquafitness für Ältere“
  • „Übungsleiter C Breitensport“
» Mögliche Berufs- und Studienziele am Beispiel der „Zweijährigen höheren Berufsfachschule, berufliche Kenntnisse und Fachhochschulreife / Fachrichtung Gesundheit und Soziales“
Mögliche Berufs- und Studienziele nach dem Erwerb der Fachhochschulreife Berufsausbildungen in Betrieben oder Fachschulen sind z.B.:
  • Altenpfleger/in
  • Physiotherapeut/in, Ergotherapeut/in
  • Logopäde / Logopädin
  • Diplom-Fitnessökonom/Diplom-Fitnessökonomin
  • Sekretär/Sekretärin im Gesundheitswesen
  • Sport- und Fitnesskaufmann/Sport- und Fitnesskauffrau
  • usw.
Mögliche Studiengänge an Hochschulen und teilweise auch an Universitäten:
  • Bewegung und Gesundheit
  • Sportmanagement
  • Soziale Arbeit
  • Pflegewissenschaft
  • Erlebnispädagogik
  • Therapie und Gesundheitsmanagement
  • usw.
» Welche Schulen bieten Sportgerontologie in welchen Bildungsgängen an?
» Impressionen - Bilder
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Für interessierte Lehrer/Innen bzw. Schulen:

» Warum ist Sportgerontologie für ein Berufskolleg interessant?
Die Aufgabe der Berufskollegs im Bildungswesen ist es, die Schüler/innen auf verschiedenste Weise auf den Berufseintritt vorzubereiten. Die Berufe bzw. die Berufsfelder passen sich im Laufe der Zeit den sich ändernden Gegebenheiten an. Berufe wandeln sich, sie differenzieren sich zu neuen Berufen oder kreieren sich komplett neu. Die Berufskollegs dürfen dabei zwar nicht jedem Trend hinterher laufen, sie sollten aber auf gravierende Veränderungen reagieren. Eine sich abzeichnende gravierende Veränderung stellt mit Sicherheit der demographische Wandel dar. Der demographische Wandel ist nicht nur eine gesellschaftliche Herausforderung, sondern auch eine Herausforderung für das Bildungswesen. Die ständig wachsende Gruppe der Senioren ist dabei auch als ein ständig wachsender Markt zu betrachten, auf dem in den nächsten Jahren viele Menschen in den verschiedensten Bereichen Arbeit finden werden. Daher haben wir ein System entwickelt, welches sportgerontologische Inhalte im Differenzierungsbereich in nahezu allen Bildungsbereichen thematisiert und damit ein regionales Alleinstellungsmerkmal für ein Berufskolleg darstellen kann. Neben den offensichtlichen Gründen, die für die schulische Sportgerontologie sprechen, erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat über die, je nach Bildungsgang erworbenen Qualifikationen. Dabei sind im Bereich des Fachabiturs, des Abiturs und bei den Heilerziehungshelfer/innen der „Übungsleiter C“ Schein und die „Trainerlizenz C Schwimmen Sport für Erwachsene / Ältere“ besonders interessant. Beide sind im Unterricht integriert und müssen nicht gesondert bezahlt werden, wie es sonst üblich wäre. Diese Tatsache dürfte für die Schülerinnen und Schüler das Zusatzangebot nochmal interessanter machen. Im Besonderen gilt dies für den C – Bereich da dort im Grunde ein „Fachabitur Sport“ gemacht werden kann, was sonst nicht möglich ist.
» Welche Voraussetzungen muss eine Schule erfüllen, die Sportgerontologie nach dem System der „Interdisziplinären Kooperation Sportgerontologie“ umsetzen will?
Neben den räumlichen und personellen Rahmenbedingungen (vgl.: » Was für Fächer habe ich dann - und wie lange?) ist Unterrichten der Fächer Sport bzw. Sportwissenschaften die Facultas Sport notwendig. Da das System der „Interdisziplinären Kooperation Sportgerontologie“ im Differenzierungsbereich umgesetzt wird, benötigen Lehrkräfte für das Fach Gerontologie nicht zwingend die entsprechende Facultas, so dass dieser Bereich von anderweitig qualifizierten Lehrkräften unterrichtet werden kann. Im Bildungsbereich C, D und E (ich bleibe hier bei den alten, weil für viele gebräuchlicheren Bezeichnungen) werden von den Lehrkräften für die Abnahme der Übungsleiterqualifikationen entsprechende Fortbildungen benötigt.
  • Für die Übungsleiterlizenz die entsprechende Qualifikation durch den Landessportbund. Bitte dazu an diesen wenden. Kosten ca. 120€ pro Lehrkraft.
  • Für die „Grundlagen der Aquafitness / Aquafitness für Ältere“ und „Trainer C Schwimmen Sport für Erwachsene / Ältere“ ist eine entsprechende Qualifikation des Schwimmverbandes NRW notwendig. Diese wird zurzeit nicht angeboten. Es müssten sich mind. 10 Teilnehmer bei Gesamtkosten von 3.000,-- € (inklusive Kost und Logis) melden, was also Kosten pro Lehrkraft von max. 300,--€ ergibt. –Es ist zurzeit keine weitere Fortbildung geplant. Bitte ggf. anfragen.
Eine weitere Voraussetzung besteht in der gegenseitige Verlinkung der Embleme der „Interdisziplinären Kooperation Sportgerontologie“ mit der jeweiligen Schule. Perspektivisch ist die Umwandlung der offenen Gemeinschaft in einen Verein geplant, der dann Vereinsbeiträge erheben würde.

(Alle hier dargelegten Informationen richten sich nach Vorgaben in NRW im Jahre 2015)
» Seit wann gibt es Sportgerontologie am Berufskolleg?
Die Idee einzelne gerontologische Aspekte in den Unterricht mit einzubauen gibt es sicherlich an verschieden Schulen schon seit einigen Jahren. Ein Gesamtkonzept, wie es hier entstanden ist, gibt es erst seit 2011. Mit dem Schuljahr 2011/12 starteten 22 SuS am Berufskolleg Bergkloster Bestwig die „Zweijährige höhere Berufsfachschule, berufliche Kenntnisse und Fachabitur / Fachrichtung Gesundheit und Soziales“ mit Sportgerontologie im Differenzierungsbereich.
» Wie wurde das System der schulischen Sportgerontologie entwickelt?
Aus der Idee, die 2008 entstand, entwickelte sich mit Unterstützung des Schwimmverbandes NRW, des Landessportbundes, der Sporthochschule Köln (Lehrstuhl für Schulentwicklung, Prof. Dr. Buhren) und vielen Kolleginnen und Kollegen bis 2011 ein Konzept für die „Zweijährige höhere Berufsfachschule berufliche Kenntnisse und Fachabitur / Fachrichtung Gesundheit und Soziales“. Die Schülergruppe bestand aus 22 SuS, die als Pretestgruppe dienten. Im Zuge einer Promotion entwickelte sich aus den Pretests ein auf Kernkompetenzen basierendes modulares Gesamtkonzept, das alle Bildungsbereiche des Berufskollegs umfasst. Inzwischen wurden insgesamt über 1.900 Schülerinnen und Schüler in 7 Bildungsbereichen über insgesamt 11 Varianten an 20 Berufskollegs im Bereich Sportgerontologie unterrichtet. (Stand Oktober 2015)
» Welche Module und Kompetenzen werden wo unterrichtet?

Es werden je nach Bildungsgang folgende Module und Kernkompetenzen fokussiert:

ModulnummerModulname
Kernkompetenz des Moduls

1Sportgerontologie und Beruf (Sportgerontologie)
Die SuS sollen Sportgerontologie als mögliches Betätigungsfeld begreifen.

2Vielfalt kleiner Spiele in Theorie und Praxis – Grundlagen (Sportpraxis)
Die SuS sollen die Vielfältigkeit kleiner Spiele in Theorie und Praxis erkennen.

3Einschränkungen und Sport – Grundalgen (Sportgerontologie)
Die SuS sollen Möglichkeiten und Grenzen sportlicher Aktivitäten aufgrund der altersbedingten Einschränkungen begreifen.

4Möglichkeiten und Grenzen kleiner Spiele – Grundlagen (Sportpraxis)
Die SuS sollen Möglichkeiten und Grenzen kleiner Spiele in Zusammenhang mit sportlicher Betätigung alter Menschen erkennen.

5Kompensation durch Sporttreiben (Sportgerontologie)
Die SuS sollen mögliche Beeinträchtigungen des Alters und mögliche Kompensation durch Sporttreiben erkennen und berücksichtigen können.

6Spezielle Gefahren (Sportpraxis)
Die SuS sollen Gefahren bei der Umsetzung kleiner Spiele besonders im Hinblick auf die mögliche Beeinträchtigungen der Teilnehmer in die Planung einer Einheit einbeziehen können.

7Behinderungen im Sport (Sportgerontologie)
Die SuS sollen fähig sein, adäquate Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Behinderungen in einer bestehenden Sportgruppe zu ergreifen.

8Integration im Sport (Sportpraxis)
Die SuS sollen fähig sein, adäquate Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Behinderungen in einer bestehenden Sportgruppe zu ergreifen.

9Motive im Sport (Sportwissenschaften)
Die SuS sollen die Bedeutung von Motiven im Sport einschätzen können

10Der demographische Wandel (Gerontologie)
Die SuS sollen den demographischen Wandel und möglichen Konsequenzen für die Gesellschaft begreifen.

11Vielfalt kleiner Spiele in Theorie und Praxis (Übungsleiter / Trainer)
Die SuS sollen den sinnvollen Einsatz kleiner Spiele theoretisch und praktisch einschätzen können.

12Einführung in die Anatomie (Sportwissenschaften)
Die SuS sollen den Aufbau des menschlichen Körpers kennen und die Bedeutung des Abbaus der Fähigkeiten und Fertigkeiten abschätzen können.

13Einschränkungen und Sport I (Gerontologie)
Die SuS sollen Beeinträchtigungen im Alter entsprechend ihrer Relevanz für den Alltag einschätzen können.

14Planung und Durchführung einer Übungsstunde I (Übungsleiter / Trainer)
Die SuS sollen möglichen Beeinträchtigungen im Alter und die sich daraus ergebenden Risikofaktoren erkennen und in die Planung einer Übungsstunde einbeziehen können.

15Einführung in die Trainingswissenschaften (Sportwissenschaften)
Die SuS sollen Grundlagen der Trainingswissenschaften bezogen auf die individuellen Prädispositionen der Klienten umsetzen können.

16Wohnsituationen älterer Menschen (Gerontologie)
Die SuS sollen unterschiedliche Wohnsituationen älterer Menschen und sich daraus ergebende Konsequenzen einschätzen können.

17Einschränkungen und Sport II (Übungsleiter / Trainer)
Die SuS sollen sich eigener Einschränkungen bewusst werden.

18Das Medium Wasser (Sportwissenschaften)
Die SuS sollen die Vorzüge des Mediums Wasser beim Sport mit und für ältere(n) Menschen begreifen.

19Planung und Durchführung einer Übungsstunde II (Gerontologie)
Die SuS sollen gegebene Konstellationen einschätzen und in einer geragogischen Veranstaltung planen und umsetzen können.

20Einführung in die Sportpsychologie (Übungsleiter / Trainer)
Die SuS sollen die Bedeutung einer gelungenen Kommunikation für das Leiten einer Gruppe begreifen.

21Möglichkeiten und Grenzen kleiner Spiele (Sportwissenschaften)
Die SuS sollen Möglichkeiten und Grenzen des Sports für ältere Menschen erkennen.

22Spezielle Problemlagen (Gerontologie)
Die SuS sollen mit speziellen Problemlagen älterer Menschen, wie Tod und Verlust umgehen können.

23Planung und Durchführung einer Übungsstunde III (Übungsleiter / Trainer)
Die SuS sollen eine Übungsleiterstunde mit entsprechenden Varianten planen und umsetzen können.

24Individuelle Bedürfnisse im Sport (Sportwissenschaften)
Die SuS sollen die individuellen Bedürfnisse älterer Menschen im Sport berücksichtigen können.

25Umfassende Kompetenzen im Umgang mit älteren Menschen (Gerontologie)
Die SuS sollen grundlegende Kompetenzen bezüglich des Umgangs mit älteren Menschen bewerten können.

26Stundenanalyse (Übungsleiter / Trainer)
Die SuS sollen eine Übungsleiterstunde mit entsprechenden Varianten analysieren können.

27Aquafitnesstrainerzertifikat (Übungsleiter / Trainer) – optional
Die SuS sollen die Inhalte der Aquafitnesstrainerausbildung in Theorie und Praxis entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Teilnehmer einer Aquafitnessgruppe umsetzen können.

Die 27 Module verteilen sich mit …

Bildungsbereich A und B:

  • 4 Kernkompetenzen auf die Sportpraxis
  • 4 Kernkompetenzen auf die Sportgerontologie

Bildungsbereich C, D und E:

  • 6 Kernkompetenzen auf die Sportwissenschaften
  • 6 Kernkompetenzen auf die Gerontologie
  • 7 Kernkompetenzen auf den Übungsleiter / Trainer
» Übersicht über die Module und Kompetenzen in den Bildungsbereichen
» Wissenschaftliche Begleitung im Rahmen einer Promotion an der Sporthochschule Köln (Lehrstuhl für Schulentwicklung / Prof. Dr. Buhren)
Die schulische Umsetzung der Sportgerontologie wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln und anderen Netzwerkpartnern (Landessportbund NRW und Schwimmverband NRW) entwickelt. Die Pretest und die Implementierung der Sportgerontologie werden bzw. wurden von der Sporthochschule Köln im Rahmen der Promotion von Herbert Schulte bei Prof. Dr. Buhren / Lehrstuhl für Schulentwicklung wissenschaftlich begleitet. Die Forschung begann mit dem Schuljahr 2011/12 und wird 6 Jahre umfassen, endet also 2017. Perspektivisch ist mit den Ergebnissen der Forschung ein Schulversuch in der Zweijährigen Berufsfachschule und/oder in der Assistentenausbildung in Planung.
» Wie kann eine Schule der Interdisziplinären Kooperation Sportgerontologie beitreten?
Die „Interdisziplinäre Kooperation Sportgerontologie“ ist ein offenes Netzwerk von Schulen, die Sportgerontologie implementieren wollen. Perspektivisch wird das Netzwerk in einen Verein umgewandelt. Dann würden Vereinsbeiträge fällig. Bis dahin bleibt die Nutzung und die Mitgliedschaft kostenfrei. Zudem kann die Mitgliedschaft jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Falls bei Ihnen bzw. bei Ihrer Schule Interesse besteht, melden Sie sich hier unter „Kontakt“
» Sie wollen / benötigen genauere oder spezielle Informationen?
Dann melden Sie sich bitte bei

Herbert Schulte
0231 1064620
info@sportgerontologie.org